Bundestagswahl – Böse Überraschungen für Parteien in Bayern ?

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Durch Einzug von AfD und FDP dürften die „Etablierten“ auch in Pfaffenhofen Federn lassen.

Nach aktuellen Umfragen (BR /SAT 1) würden die bayerischen Wähler, analog den Umfrageergebnissen für das gesamte Bundesgebiet, 6 Parteien in den Bundestag wählen. Dabei die SPD mit ca. 18 % noch tiefer in den Keller schicken, CSU und Grüne mit 49,3 % bzw. 8 % etwas abstrafen, die Linke mit 4 % links liegen lassen und sowohl FDP als auch AfD mit jeweils 8 % den Einzug in den nächsten Bundestag ermöglichen.

Vergleicht man diese Zahlen mit dem Zweitstimmen-Ergebnis der letzten Bundestagswahl 2013 im Landkreis Pfaffenhofen (CSU 55,0 %, SPD 16,5 %, Grüne 6,4 %, Linke 3,0 %) darf man gespannt sein.

Die Stimmen für die mit gewaltigem Spendenwums und unübersehbarer Mediensympathie gehypte FDP müssen ja irgendwo herkommen. Besonders das endgültige Abschneiden der AfD biete nach Meinung von Wahlbeobachtern das größte Überraschungspotential. Wegen ihres fehlenden Bekennermutes sorgen AfD-Wähler bei Umfragen diesbezüglich für unscharfe Ergebnisse.

Betrachtet man die aktuell (16.09.) bundesweit abgefragten Prozentwerte der Parteien, sind die für die etablierten Parteien zu erwartenden Einbußen (nur die LINKE legt zu) gegenüber den Stimmenanteilen bei der BTW 2013 erkennbar:
CDU/CSU 36 % (41,5 %), SPD 22 % (25,7 %), AfD 11 % (4,7 %), LINKE 10 % (8,6 %), FDP 9 % (4,8 %), Grüne 8 % (8,4 %).

Abgesehen von den in dieser letzten Wahlkampfwoche aufgeplustert vorgetragener „Bedingung bei Regierungsbeteiligung“ einzelner Parteien, und dem in ihrer Auswirkung nur als dümmlich zu bezeichnenden „Kampf um den dritten Platz“, kann man in Anbetracht der sehr durchwachsenen Regierungspolitik der zurückliegenden Jahre in dem sich in Umfragen andeutende Ergebnis etwas sehr gutes für eine glaubhafte Demokratie erkennen:

Endlich wieder eine starke Opposition im Bundestag.

Über Bernd Schuhböck

Nach den Maßstäben der Ära Willy Brandts politisch eher linksliberal. Wer ihn missverstehen möchte, nennt ihn einen Sozialromantiker. Wer ihn kennt, wertkonservativ und mit zu viel Ethos für einen Bayer. Der Mann für´s kommunale, soziale oder sonstwie politische. Oder für Themen, für die sich keiner fand, der sie aufgreifen wollte.

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