Free WiFi – Ruckelfreie YouTube Videos am Stadtplatz

Geisenfelder Stadtrat berät über kostenloses WLAN auf öffentlichen Plätzen

Ein kostenloses, öffentliches W-LAN-Netz in Innenstädten ist nichts anderes als die mobile Fortführung des kostenlos nutzbaren Internets in öffentlichen Büchereien“ erklärt Markus Käser, Wirtschaftsreferent der Stadt Pfaffenhofen den nicht außer Acht zu lassenden sozialen Aspekt des kostenfreien WLAN-Netzes in der Pfaffenhofener Innenstadt.

Matthias Scholz, Geschäftsführer der “Wirtschafts- und Servicegesellschaft Pfaffenhofen” (WSP) ergänzt: „Unser Ziel war es, die weitere Entwicklung der Innenstadt zu einem attraktiven und urbanen Mittelpunkt mit hoher Aufenthaltsqualität und Verweildauer zu machen. Das mobile Internet ist ein weiterer Baustein.“

Nicht jeder habe, wie man vielleicht anderweitig vermuten möchte, für sein Smartphone, Tabletcomputer oder Notebook einen Mobilfunkvertrag mit Internetnutzung. Doch durch die standardmäßig in mobilen Kommunikationsgeräten verbaute WLAN-(Wi-Fi) Nutzbarkeit könne man zum Beispiel in Pfaffenhofen im Bereich von derzeit 12 sogenannten „Hot-Spots“ , vom Jugendzentrum, dem Haus der Begegnung über einen Teil des Freibades bis zu stark frequentierten öffentlichen Plätzen diesen kostenlosen Internetzugang für 120 Minuten pro Tag und Nutzer nutzen.

(Zur Info: Die Lesbarkeit von „Bürgersicht“ wurde durch das „responsive“ Design bereits an die Nutzung durch mobile Endgeräte angepasst)

Geht es nach dem Willen der USB-Fraktion im Geisenfelder Rathaus, ein dementsprechender Antrag wird am Donnerstag den 12. Dezember auf der Stadtratssitzung behandelt, möchte man diese Möglichkeit nun auch in Geisenfeld offerieren.

Vorerst nur an 3 Standorten, dafür aber ebenfalls bis zu 120 Minuten pro Tag und Nutzer. Die Verwaltung solle die Machbarkeit prüfen und nach positiver Prüfung die Probephase durchführen.

Nach Informationen aus Kreisen der USB sollen nach einer einjährigen Probephase die Hot-Spots am Rathaus, Stadtplatz und Marienplatz um jeweils einen in der Maximilian- und Augsburgerstraße ergänzt werden. Dazu werde man auf der Stadtratssitzung bereits ein Angebot mit konkreten Zahlen vorlegen.

(Als gestählter Besucher Geisenfelder Stadtratssitzungen kann man den USB-Fraktionsführer Böhm förmlich schon hören, wie er in der Diskussion dieses Tagesordnungspunktes Nr. 19 davon spricht, das „free WiFI“ für Geisenfeld gut sei, weil es „alle Experten sagen“. Vielleicht setzt er noch eins drauf und begründet die Einführung mit einer Attraktivitätssteigerung bei Besuchern der Stadtstorchführungen oder den dadurch erwarteten Zugängen an Touristen und potenziellen Hotelgästen)

ACHTUNG – Geisenfelder Geldverbrennung durch möglichen Schnellschuss im Rathaus!

Man mag zu kostenlosem WiFI stehen wie man will; für ein sowohl als auch gibt es tragfähige Argumente. Wofür es kein sinnvolles Argument gibt, ist ein Beschluss ohne vorherige, genaue Kostenprüfung durch die Verwaltung.

Zu berücksichtigen sind nicht nur eventuelle -einmalige- Anschaffungskosten, sondern auch die Laufzeitbindung und die monatlichen Folgekosten für Betrieb und Wartung. Erst nach Prüfung dieser Kosten und der Vorlage vergleichbarer Angebote mehrerer Anbieter kann der Stadtrat sinnvoll und verantwortungsbewusst darüber abstimmen!

Die Vergabe eines Auftrags auf der Grundlage eines einzigen Angebotes, wie nach Information aus Kreisen der USB auf der Stadtratssitzung angestrebt, ist fahrlässige Steuergeldverschwendung und sollte sich angesichts der erst kurz zurückliegenden finanziellen Eskapaden des Bürgermeisters von alleine verbieten.

Nach Lage der Dinge kann keine Geisenfelder Firma ein Angebot für derartige Kommunikationsanlagen abgeben (Z. B. wegen der verschuldensunabhängigen Betreiberhaftung, die jeden Eigentümer eines offen gelassenen WLANs bei missbräuchlicher Verwendung der Internetnutzer in die Pflicht nimmt- z. B. bei illegalem Download) Man muss sich also um Angebote einschlägig erfahrener Firmen außerhalb Geisenfelds bemühen.

Im Landkreis wäre das zum Beispiel die Pfaffenhofener Firma, die nicht nur das kostenfreie WLAN-Netz der Kreisstadt verantwortet. (z.B. auch das Netz im Ingolstädter WESTPark oder in Herzogenaurach) Alternativ bieten sich Firmen in Ingolstadt oder München an.

Update: Wie lief sie ab, die Stadtratssitzung zu diesem Thema? Hier der Link zum Artikel der Heimatzeitung.

Über Bernd Schuhböck

Nach den Maßstäben der Ära Willy Brandts politisch eher linksliberal. Wer ihn missverstehen möchte, nennt ihn einen Sozialromantiker. Wer ihn kennt, wertkonservativ und mit zu viel Ethos für einen Bayer. Der Mann für´s kommunale, soziale oder sonstwie politische. Oder für Themen, für die sich keiner fand, der sie aufgreifen wollte.

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