Kontrollen: Zu viele Restabfälle in Sperrmüllcontainern

Im Rahmen der Ende 2011 vom AWP (Abfallwirtschaftsbetrieb des Landkreises Pfaffenhofen) in Auftrag gegebenen Restabfallanalyse wurden auch Sperrmüllcontainer untersucht. „Dabei wurde festgestellt, dass zu viele Restabfälle über die Sperrmüllcontainer entsorgt werden“, berichtet Abfallberater Godehard Reichhold.

So wurden bei der Analyse in den Sperrmüllcontainern neben Matratzen, Teppichböden, Polstermöbeln und Wannen auch Säcke mit Restabfällen sowie lose in die Container eingegebene Restabfälle wie z.B. Kleidung, Kleinspielzeug, Näh- und Strickuntensilien, Glas- und Steinwolle, Styrodur, Agrarfolien, Windeln, usw. gefunden.

Reichhold: „Restmüll gehört nicht in die Sperrmüllcontainer an den Wertstoffhöfen, sondern muss über die eigene Restabfalltonne, über zugelassene Restabfallsäcke, über die MVA Mailing bzw. Deponie Eberstetten oder über private Entsorgungsunternehmen entsorgt werden.“

Der AWP bittet alle Bürgerinnen und Bürger, sich vor Anlieferung ihrer Abfälle genau zu informieren, was am Wertstoffhof angenommen werden kann. Entsprechende Informationen können aus dem Abfall ABC bzw. über die Internetseiten des AWP unter www.awp-paf.de  (Abfallentsorgung – Sperrmüll) entnommen werden. Weiterhin können Informationen zur Anlieferung von Abfällen an den Wertstoffhöfen telefonisch beim AWP unter Tel. 08441 7879-50 erfragt werden. Auch das Wertstoff-hofpersonal erteilt Auskünfte.

An den Wertstoffhöfen werden Haushaltsabfälle getrennt erfasst nach:

– Altmetall (Töpfe, Pfannen, Fahrräder, Waschmaschinen, Spülmaschinen usw.),
– Möbelholz (Holz von Schränken, Stühlen, Tischen, Innentüren, Parkett, Laminat, usw.)
– Elektronikschrott (Föhn, Staubsauger, Fernseher, Computer, Kühlgeräte, usw.)
– Sperrmüll (Sessel, Sofas, Waschkörbe, Matratzen, Altteppiche usw.)

Als Sperrmüll zählen nur sperrige Gegenstände des Hausrats, die aufgrund Ihrer Sperrigkeit, Größe oder Gewichts auch nach einer zumutbaren Zerkleinerung nicht über die Restabfalltonnen entsorgt werden können.

Auch Abfälle aus Bau-, Umbau- und Abrissarbeiten können an den Wertstoffhöfen nicht angenommen werden. Derartige Abfälle (z.B. Fenster und Fensterstöcke, Außentüren, Dachschalungen, Gips-kartonplatten, imprägniertes Holz, Bauholz, Isoliermaterialien, Baufolien, usw.) müssen über private Entsorgungsunternehmen, die Deponie Eberstetten oder die MVA in Mailing entsorgt werden“, so der Abfallberater weiter.
Der AWP hat das Personal der Wertstoffhöfe angewiesen, die Sortierkriterien genau zu überwachen und Restabfälle sowie ausgeschlossene Abfallarten konsequent zurückzuweisen.
Reichhold: „Die sehr benutzerfreundliche und ganzjährliche Sperrmüllannahme an den Wertstoffhöfen im Landkreis Pfaffenhofen kann nur mit einem hohen finanziellen Aufwand bewerkstelligt werden.“ Um die Kosten im Rahmen zu halten (seit 2004 ein Anstieg der Sperrmüllmenge um 1400 Tonnen, bei Möbelholz im gleichen Zeitraum um rund 700 Tonnen), bittet der AWP daher um Verständnis, dass nicht alle Abfälle an den Wertstoffhöfen angenommen werden können.

Zugelassene Restabfallsäcke zum Preis von 5,00 €/Sack können bei den Stadt-, Markt- und Gemeindeverwaltungen im Landkreis Pfaffenhofen sowie an den Wertstoffhöfen erworben werden. Restabfälle können in diesen zugelassenen Säcken verpackt neben der Restabfalltonne zur Abholung durch die beauftragten Entsorgungsunternehmen bereitgestellt werden. Sollte keine Transportmöglichkeit für Sperrmüll zum Wertstoffhof vorhanden sein, besteht die Möglichkeit einer kostenpflichtigen Sperrmüllabholung. Ansprechpartner ist hier die Hausratsammelstelle des Roten Kreuzes (Tel. 08441 76611).

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