Luftbeobachter auf Übungsflug

Zum Einsatz kommen die Luftbeobachter, wenn die Gefahr von Waldbränden sehr hoch ist. Grund dafür sind meist abgestorbene Gräser und herab gefallene Blätter. Diese Vegetationsreste können sich in länger anhaltenden Trockenphasen sehr schnell entzünden, beträchtlichen Schaden anrichten und zu großer Gefahr für Mensch und Umwelt werden. Um frühzeitig – bestenfalls schon in der Entstehungsphase eines Brandes – einschreiten zu können, errechnet der Deutsche Wetterdienst anhand der Wetterdaten regelmäßig einen sogenannten Waldbrandwarnindex. Sebastian Daser: „Erreicht dieser Index über einen längeren Zeitraum einen gewissen Schwellenwert, werden von der Regierung Oberbayern Waldbrandüberwachungsflüge angeordnet.“ Vom Flugplatz Pfaffenhofen – Auhöfe aus wird dann mehrmals am Tag eine vorgegebene Route abgeflogen, die sich mit anderen Flugstrecken in Bayern ergänzt. Dabei halten die Luftbeobachter Ausschau nach Rauchsäulen. Stellt der Luftbeobachter einen Brand fest, werden die Koordinaten an die Integrierte Leitstelle Ingolstadt übermittelt und gegebenenfalls die alarmierten Einsatzkräfte von der Luft aus mittels Sprechfunk an die Brandstelle geführt.

Die beiden Motorsegelmaschinen (D-KPAF und D-KPIF) des Luftsportvereins Pfaffenhofen waren im Rahmen der Übung mit je einem Einsatzpiloten und einem Luftbeobachter besetzt. In den vier Flügen wurden unter anderem Aufgaben wie das Auffinden einer vorgegebenen Position, Anfertigen von digitalen Bildern der Einsatzstelle und das Absetzen von Lagemitteilungen von den Luftbeobachtern abgearbeitet. Auch die Unterstützungsgruppe der Örtlichen Einsatzleitung (UG ÖEL) beteiligte sich mit dem Einsatzleitfahrzeug des Landkreises an der Übung und stellte die Funkverbindung mit den Luftbeobachtern sicher.
Erstmals wurden bei der Übung kompakte Tablet PCs mit integriertem GPS Empfänger zur Bestimmung der eigenen Position und der Koordinaten einer möglichen Einsatzstelle verwendet.

„Bisher musste man als Luftbeobachter fortlaufend die eigene Position auf einer topografischen Karte mitverfolgen und gleichzeitig das Umfeld des Flugzeugs nach möglichen Brandstellen und Rauchsäulen abzusuchen. Mit den neuen Geräten können die Luftbeobachter nun verstärkt die Umgebung im Auge behalten und schnell die notwendigen UTM Koordinaten ermitteln“, so Gerhard Reeb, Luftbeobachter für den Landkreis Pfaffenhofen.
Sebastian Daser zeigte sich äußerst zufrieden mit dem Übungsverlauf: „Die gestellten Aufgaben wurden vorbildlich erledigt. Wir sind somit für einen Ernstfall gut gerüstet. Der Luftsportverein Pfaffenhofen stellt den Flugplatz, die Flugzeuge und die Einsatzpiloten zur Verfügung und leistet somit einen wichtigen Beitrag im Gesamtkonzept des Katastrophenschutzes“.

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