Aktivste Stadt – Geisenfeld erneut dabei

Erneut wurde Geisenfeld als eine von bundesweit 29 Kandidatenstädten für den Wettbewerb “Deutschlands aktivste Stadt” ausgewählt. Reichte es 2008 unter den damals 37 ausgewählten Kommunen noch nicht für den Einzug in die nächste Runde, sieht Sportreferent Günter Reith die diesjährige Chance optimistisch.”Ein Platz unter den ersten 5 Finalstädten ist drin”.

Bestehendes, sportliches Bürgerengagement reicht für den Sieg

Um eine der 5 Finalstädte zu werden, muss nichts neu erfunden oder zusätzlich getan werden. Es genügt, bestehende sportliche Initiativen bei “Mission Olympic” zu melden. Je mehr Initiativen eine Kandidatenstadt meldet, desto größer ist ihre Chance auf den Titel. Die Geisenfelder Bürger können, ganz ohne lästige Politik, die vielfältige sportliche Seite ihrer Stadt präsentieren.

Was hat Geisenfeld, was andere Städte gerne hätten?

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24-Stunden-Lauf / Team Kidz / Bewegungspark / Hopfen-Triathlon / Ilmtallauf / tri-team /

Diese schönen Aushängeschilder sind aber nichts im Vergleich zu den vielfältigen und zahlreichen Initiativen der Wasserwacht, der Sport- und Turnvereine und der unzähligen, nicht in Vereinen organisierten privaten Gruppen, Initiativen und Teams.

Machen sie mit und melden ihre sportliche Initiative bis 22. Oktober

beim bundesweiten Städtewettbewerb der Initiatoren Deutscher Olympischer Sportbund (DOSB) und Coca-Cola Deutschland an.

Mobilisieren sie so viele ehrenamtliche Initiativen und private Gruppen wie möglich. Alle Gruppen, Teams, Treffs und Organisationen, die durch ihr bürgerschaftliches Engagement Menschen in Geisenfeld in Bewegung bringen oder in Bewegung halten, können sich bewerben.

Ob 7 oder 70, jede Altersgruppe zählt und kann zusätzlich mit einem Gewinn von 5.000 Euro belohnt werden.

Initiativen können am einfachsten per Online-Bewerbungsformular gemeldet werden (hier geht’s zur Anmeldung)

Oder sie wenden sich an den “Hauptinitiator” der Bewerbung, Geisenfelds Sportreferenten Günter Reith. “Wer Hilfe braucht soll mich unbedingt anrufen. Ich komme auch vorbei, schließlich geht’s ja bei Mission Olympic um Bewegung”. (Tel. 1052)

Beim anstehenden 24-Stunden-Lauf werden wir am 24. und 25. September auch kräftig die Werbetrommel für Mission Olympic rühren“, verspricht die Vorsitzende des Vereins, Gudrun Eberle und hat bereits ein Ziel vor Augen. Unter den 28 Mitbewerberstädten befinden sich auch 4 aus Bayern. Darunter Schrobenhausen aus dem Nachbarlandkreis.”Schrobenhausen mag zwar mehr Einwohner haben“, so Eberle,” aber unsere sind dafür sportlicher“.

Nach dem Meldeschluss am 22. Oktober 2010 gibt Ende November die Jury die fünf Finalstädte bekannt, die im Sommer 2011 Ausrichter des Finales bei den Festivals des Sports werden. Dafür gibt es je 10.00 Euro, für die Siegerstadt 75.00 Euro. (Die Gelder sind für den Sport zweckgebunden)

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Für die Aussicht auf 75.00 Euro könnte man sich bei der Geisenfelder Stadtverwaltung dieses Jahr etwas besser ins Zeug legen als beim Wettbewerb im Jahr 2008. Erschöpften sich die damaligen städtischen Aktivitäten allein im Verteilen eines roten DIN A4 Blattes. (Den Sportreferenten muss man hier ausnehmen. Der lief sich die Hacken ab)

In diesem Blatt verwies Bürgermeister Staudter sinnigerweise auf “einen Presseartikel in unserer Heimatzeitung” und den “Kampf um den Titel“.

Besonders erwähnenswert erschien ihm der Umstand, er habe als Bürgermeister bereits für die Auswahl zur Kandidatenstadt eine Urkunde erhalten. “Wenn es uns gelingt“, so der Bürgermeister am Ende seiner Postwurfsendung, “dank ihrer Mithilfe tatsächlich” zu gewinnen, käme das der gesamten Stadt zugute. Es folgte eine kurze Beschreibung des Wettbewerbs und eine ausführliche Bedienungsanleitung für das Zurechtfinden auf der sich selbsterklärenden Website des Wettbewerbs.

Abgesehen von der verbeulten Sprache und der eigenwilligen Auslegung von “uns” und “Ihrer” dürfte das Bürgermeisterblättchen keinen großen Widerhall gefunden haben.Eventuell gibt es diesmal, unter Anderem auf der städtischen Website, einen besseren Motivationsschub.

Festzuhalten bleibt:

Mission Olympic ist ein Wettbewerb für Bürger!

Siegen können nur die Bürger allein! (ihr)

Gewinnen könnte aber die ganze Stadt! (uns)

Über Bernd Schuhböck

Nach den Maßstäben der Ära Willy Brandts politisch eher linksliberal. Wer ihn missverstehen möchte, nennt ihn einen Sozialromantiker. Wer ihn kennt, wertkonservativ und mit zu viel Ethos für einen Bayer. Der Mann für´s kommunale, soziale oder sonstwie politische. Oder für Themen, für die sich keiner fand, der sie aufgreifen wollte.

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