Pressemitteilung Kreisrätin Eberle- Thema Geschäftsführung der Ilmtalklinik

Immer weiter gerät Landrat Wolf bei den Vorgängen um die Geschäftsführung der Ilmtalklinik in Bedrängnis. Die Suche nach einem neuen Geschäftsführer steigert sich zu immer neuen Absurditäten.

Überhastet sucht Herr Wolf nach einem schnellen Nachfolger in der Geschäftsführung. Dabei verweigert er sich der einzig korrekten Vorgehensweise, einer Ausschreibung.

Von interessierter Seite wird immer wieder vorgebracht, die Ilmtalklinik sei eine GmbH und damit sei sie gegenüber dem Kreistag unabhängig. Die Aufsichtsräte seien der Geheimhaltung verpflichtet.

Ich habe mich erkundigt: Die Ilmtalklinik ist keine normale GmbH. Vielmehr ist sie eine gemeinnützige GmbH (gGmbH) und somit nicht primär gewinnorientiert, sondern sie soll kostendeckend arbeiten. Das ist ein riesiger Unterschied. Sie ist damit dem öffentlichen Wohl verpflichtet. Gewinne müssen wieder für den gemeinnützigen Zweck verwendet werden (§§ 51 ff. Abgabenordung).
Verträge und Entlohnungen dürfen nicht über dem Ortsüblichen liegen.

Dafür ist eine gGmbH von Körperschafts- und Gewerbesteuern befreit. Jetzt sollen eventuell zwei Geschäftsführer eingestellt werden, das bedeutet zweimal Gehalt. Der ehemalige Geschäftsführer ist freigestellt und bekommt sein Gehalt weiter. Diese Vorgehensweise ist sicherlich nicht ortsüblich. Bei Verstößen gegen diese Rahmenbedingungen kann für zehn Jahre rückwirkend eine Steuernachzahlung anfallen. Die Gemeinnützigkeit könnte somit verloren gehen. Das wäre dann ein weiterer Schlag ins Kontor.

Für die Aufsichtsräte wird es höchste Zeit. Sie müssen sich ihrer Verantwortung bewusst werden, sonst wird ihnen die Bevölkerung grobe Fahrlässigkeit vorwerfen können und die Bevölkerung wird sie bei der nächsten Wahl sicherlich in die Haftung nehmen. Schon das unübliche Rückkehrrecht für Herrn Woedl hätten sie stoppen müssen. Dass sie den Woedl-Vertrag dem Kreistag ohne Warnung vorgelegt haben ist eigentlich schon eine Handlung zum Schaden des Landkreises.

Jetzt geht es darum, den neuen Geschäftsführer nach einem wirtschaftsüblichen Verfahren auszuwählen. Der bisherige Favorit des Landrats, ein Herr Uwe Holzvoigt genügt objektiv keinesfalls den Anforderungen. Herr Holzvoigt hat keine nennenswerte Erfahrung im Klinikbereich vorzuweisen. Eine solche Besetzung könnte man als hoch riskant bewerten.

Überdies betreibt Herr Holzvoigt gleichzeitig mehrere Unternehmen. Das muss zwangsläufig zu Konflikten führen, bei denen die Ilmtalklinik auf der Strecke bleiben könnte.

Eine weitere Kandidatin lässt uns noch tiefer in den Sumpf um die Ilmtalklinik blicken. Frau Wrobel, eigentlich Geschäftsführerin und kaufmännische Direktorin der Danuviusklinik hat ihre Finger- oder soll man sagen Tentakeln?- tief in die Strukturen um die Ilmtalklinik gesteckt.

Da gibt es mit der Klinikallianz Mittelbayern, der Ilmtalklinik-GmbH, der Dienstleistungs-GmbH und der Hand in Hand Versorgungs-GmbH mindestens vier verschachtelte Unternehmen in dieFrau W. über einen Beratervertrag, einen weiteren Geschäftsführerposten und einen 25%igen Anteil an der Hand in Hand GmbH mit wechselnden Rollen verstrickt ist.

Wenn hier jemand nachbohrt, dann kann es mit der Gemeinnützigkeit schnell vorbei sein.

Man kann nur hoffen, dass die Kreisräte Manns genug sind um diesen gordischen Knoten demnächst zu zerschlagen. Meiner Meinung nach sollte der Aufsichtsrat aufgelöst und die gesamte Verantwortung von den Kreisräten zurückgeholt werden. Dann muss der Deckel der Geheimnistuerei abgenommen werden.

Alle Vorgänge müssen nüchtern auf den Tisch gelegt werden. Erst dann ist der Weg frei für effektive Entscheidungen zur Rettung unserer Klinik.
Unverzichtbar ist für mich auch eine transparente öffentliche Ausschreibung für diese wichtige Stelle im Landkreis. Für das Anforderungsprofiel welches der neue Geschäftsführer mitbringen sollte, sollten die Mitarbeiter mit ins Boot geholt werden, denn diese verfügen über das entsprechende Insiderwissen und die Erfahrung.

Gudrun Eberle, Kreisrätin Landkreis Pfaffenhofen a.d.Ilm

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