Vormundschaften, Beistandschaften oder Unterhaltszahlungen

Sachgebiet „Familie, Jugend, Bildung“ am Landratsamt zieht für 2012 Bilanz

Das Sachgebiet „Familie, Jugend, Bildung“ am Landratsamt Pfaffenhofen betreute 2012 nicht nur die derzeit 54 Kindergärten, sieben Horte und 26 Krippen, mit über 4.000 Kinder sondern auch weitere Jugendliche, junge Volljährige, Erwachsene und ratsuchende Mütter und Väter.

Die Gesamtausgaben der Jugendhilfe stiegen im Vergleich zum Jahr 2011 von 8,4 Mio. Euro auf 8,8 Mio. Euro an. Aus Landkreismitteln waren dafür knapp 6,9 Mio. Euro bereit zu stellen. Wie Landrat Martin Wolf in der letzten Sitzung des Jugendhilfeausschusses mitteilte, standen den Ausgaben im Jahr 2012 Einnahmen in Höhe von rund 1,9 Mio. Euro gegenüber (Vorjahr: 2,1 Mio. Euro). Die Nettobelastung für den Landkreis Pfaffenhofen hat sich damit gegenüber 2011 um rund 545.000 Euro erhöht.

Für das Jahr 2013 hat das Sachgebiet einen Nettoaufwand in Höhe von 7,1 Mio. Euro veranschlagt. Dies bedeutet gegenüber dem Ansatz für das Jahr 2012 (6,9 Mio. Euro) eine Steigerung um 200.000 Euro oder 2,8%.
Die Haushaltsansätze für das Jahr 2013 orientieren sich weitgehend am Ergebnis aus dem letzten Jahr. Es wurden nur die bisherigen Projekte zur Fortführung aufgenommen“, so Elke Dürr, Leiterin des Sachgebiets „Familie, Jugend, Bildung“.

Der solide aufgestellte Jugendhilfehaushalt überzeugte die Mitglieder des Jugendhilfeausschusses, die einstimmig grünes Licht für die weiteren Beratungen im Kreisausschuss und Kreistag gaben.

Für 673 Minderjährige übernahm das Sachgebiet im vergangenen Jahr Beistandschaft, für 35 Minderjährige die Amtsvormundschaft oder Ergänzungspflegschaft. Die Mitarbeiter berieten und unterstützten weitere 310 allein erziehende Mütter und Väter bei der Ausübung der Personensorge und stellten 441 Beurkundungen (z.B. der Vaterschaft oder des Unterhalts) aus.

Das Sachgebiet nahm 937.000 Euro an Unterhaltsgeld ein und leitete es an die Berechtigten weiter. Des Weiteren wirkten die Fachleute bei 15 Adoptionen mit, zehn davon waren Stiefelternadoptionen. Auf der Warteliste standen 14 Adoptionsbewerber, ein Adoptionsbewerberseminar wurde durchgeführt.

In Vollzeitpflege betreute das Amt insgesamt 69 Kinder und deren Pflegefamilien sowie die Herkunftsfamilien. 2012 vermittelten die Mitarbeiter elf Kinder in Pflegestellen.

Im Rahmen der ambulanten Betreuung wurden 109 Familien und somit 199 Kindern betreut. Für 450 Kinder wurden im Laufe des Jahres Unterhaltsvorschussleistungen in Höhe von 550.000 Euro ausbezahlt. Je nach Alter des Kindes beträgt dies zwischen 133 und 180 Euro.
17 Anträge mussten abgelehnt werden. Durch Rückforderungen von den Kindesvätern/-müttern verbuchte das Sachgebiet Einnahmen in Höhe von 129.000 Euro, also knapp 24,5 % der Gesamtausgaben.

Bei der Jugendgerichtshilfe gingen 912 Strafanzeigen ein.

Insgesamt wurden 6.072 Sozialstunden vermittelt.

Auch bei der Eingliederungshilfe von seelisch behinderten Kindern und Jugendlichen verzeichnete Elke Dürr weiterhin hohe Zahlen. Insgesamt 349 Kinder und Jugendliche erhielten 2012 diese Hilfe. Davon wurden 247 Betroffene im ambulanten, 35 Fälle im teilstationären und 67 Fälle im stationären Bereich untergebracht.

Außerdem hat das Sachgebiet im vergangenen Jahr Fördergelder des Freistaats Bayern in Höhe von rund 8,1 Mio. Euro für die Träger der Kindertagesstätten im Landkreis Pfaffenhofen ausgezahlt.

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