Wie depressiv ist der Landkreisbürger ?

Was verbindet den Landkreis Pfaffenhofen mit den Landkreisen Ludwigshafen, Eichstätt oder Mainz? Der Grad an depressiven Einwohnern! Im Vergleich mit den wesentlich depressiveren Gesamt-Bayern liegen die Einwohner der genannten Landkreise “nur” im statistischen Mittel. Wobei die Frauen im Landkreis Pfaffenhofen um einiges depressiver sind!

Rund zehn Prozent aller erwachsenen Patienten in Deutschland erhielten im Jahr 2007 von ihrem Arzt eine Depressionsdiagnose; Frauen waren davon doppelt so häufig betroffen wie Männer. Dabei zeigen sich ausgeprägte regionale Unterschiede: Während in Landshut fast jeder fünfte Patient betroffen war, wurde eine Depression auf Rügen, in Dessau-Roßlau und in Wittenberg nur bei jedem zwanzigsten Patienten dokumentiert. Besonders hoch ist die Häufigkeit von Depressionen in zwei Gebietstypen: in städtischen Gebieten, sowie in ländlichen westdeutschen Räumen.

Die auf Kreisebenen ermittelte Depressionsprävalenz (Krankheitshäufigkeit) liegt zwischen 5,3% und 18,2% in Deutschland. (Bundeswert:10,1 )

  • Straubing, Kreisfreie Stadt 18,2
  • Rügen, Kreis 5,3
  • Pfaffenhofen a.d.Ilm, Kreis 10,1  (Männer: 6,9 / Frauen: 12,9)
  • Bayern ges: 11,8 = höchster Wert eines Bundeslandes

Gemäß der aktuellen Analyse der Versorgungsatlas-Experten, treten Depressionen häufiger in Regionen mit einem höheren Anteil an sozial schlechter gestellten oder alleinlebenden Menschen auf. Darüber hinaus kommt es auf die Versorgungsstruktur an: Die Anzahl niedergelassener Psychiater, Nervenärzte und Psychotherapeuten in der Region wirkt sich auf Entdeckung und Dokumentation aus. Die Ergebnisse sind unter www.versorgungsatlas.de veröffentlicht.

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