Wohnraum in PAF für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge gesucht

Diese Jugendlichen sind auch eine Chance für uns” (Pfaffenhofens Landrat Martin Wolf)

Die unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge (uM) kommen aus den aktuellen Krisengebieten dieser Welt. Sie fliehen vor Bürgerkriegen, Zwangsheirat, Kinderhandel oder Prostitution und kommen zu uns, um hier Schutz und eine neue Heimat zu finden. Und eben auch ein Dach über dem Kopf.

Der Flüchtlingsstrom nach Deutschland, Bayern und damit auch zwangsläufig die Zuweisungen in den Landkreis Pfaffenhofen nimmt unaufhaltsam zu. Darunter auch die sogenannten unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge (uM)

Für 2015 rechnet das Münchner Sozialministerium mit einem Anstieg auf 10.000 der noch nicht volljährigen und ohne sorgeberechtigte Begleitung zu uns kommenden Flüchtlinge.

Der Bedarf an Wohnmöglichkeiten für diese Jugendlichen steigt also unaufhörlich an. Deshalb wurden in Pfaffenhofen, Wolnzach, Geisenfeld, Scheyern, Reichertshofen und Ernsgaden gemeinsam mit Jugendhilfeträgern betreute Wohngemeinschaften oder andere betreute Wohnformen geschaffen.

Jedoch kann der noch zu erwartende Zulauf mit dem bereits vorhandenen Platzangebot nicht abgedeckt werden. Dringend benötigt wird Wohnraum in Form von Ein- oder Zweifamilienhäusern, die den Jugendlichen gemeinsam mit ihren pädagogischen Betreuern ein neues Zuhause geben.

Auch die aus dem Ausland zu uns kommenden Minderjährigen unterliegen dem deutschen Jugendhilferecht.

Ein Jugendlicher, der aus einem Krisengebiet nach Deutschland geflüchtet ist, besucht am Vormittag die Berufsschule und wird vom Nachmittag an bis in die Abendstunden von pädagogischem Personal betreut“, so die Leiterin des Sachgebiets Familie, Jugend, Bildung, Elke Dürr.

In der Regel werden dabei zusammen Aufgaben wie Hausaufgabenerledigung, Suche nach einem Praktikumsplatz, Arzttermine und Amtsgänge erledigt. Durch die pädagogischen Fachkräfte werden die Jugendlichen in die deutsche Gesellschaft begleitet und es werden adäquate Freizeitaktivitäten angeboten. „Die Jugendlichen bekommen die Möglichkeit der Integration, denn sie sind auch eine Chance für uns“, so Landrat Martin Wolf.

Wer geeigneten Wohnraum zur Verfügung stellen könnte, für den gibt es nähere Informationen im Landratsamt bei

Elke Dürr, Tel: 08441 27-253, oder Martin Graf, Tel: 08441 27-230.

Bildunterschrift:
Ein Beispiel aus Ernsgaden: Neben Berufsschule und Praktika spielen die Jugendlichen Fußball im Sportverein oder kochen wie hier, in ihrer Freizeit mit Katharina Heinz im Gemeindehaus. (Foto: Huber)

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