In der Klasse der 9m der Mittelschule Pfaffenhofen wurde der Ausbildungskompass bereits im Unterricht integriert. (Links: stellv. Schulleiterin Martina Rist-Aichner, Lehrkraft Andrea Heizenräder, Mitte v.l.: Landrat Martin Wolf, Johannes Hofner und Nadja Freigang (KUS)) / Bild: KUS

Vielfalt an Lehrstellen im Landkreis Pfaffenhofen

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Erstmals 3.700 Exemplare eines zentralen Ausbildungskompasses verteilt

97 Ausbildungsberufe, 29 duale Studiengänge und zahlreiche Angebote für Praktika und Ferienjobs: Im ersten Ausbildungskompass für den Landkreis Pfaffenhofen präsentieren 114 Betriebe ihre Lehrstellenangebote 2019 detailliert und übersichtlich und stellen damit die Vielfalt der Ausbildungsmöglichkeiten deutlich dar.

3.700 Exemplare des vom Kommunalunternehmen Strukturentwicklung Landkreis Pfaffenhofen a.d.Ilm (KUS) herausgegebenen Kataloges werden derzeit in der gesamten Region verteilt.

Die Grund- und Mittelschule in Pfaffenhofen ist eine von 20 weiterführenden Schulen im Landkreis, welche die Broschüre direkt in den Unterricht integriert und die Schüler in der beruflichen Orientierungsphase damit unterstützt. „Wir freuen uns über den Ausbildungskompass, weil er im Rahmen der Berufsorientierung – zum Beispiel bei der Praktikumsplatzsuche – ganz unkompliziert eingesetzt werden kann. Die Struktur ist leserfreundlich, wichtige Informationen über Berufsbilder und Betriebe können schnell abgerufen werden“, berichtet die stellvertretende Schulleiterin Martina Rist-Aichner.

Unsere Schüler erhalten einen guten Einblick in den lokalen Ausbildungsmarkt. Es ist wirklich interessant, wie viele und welche beruflichen Möglichkeiten sich im Landkreis Pfaffenhofen bieten“, sei man im Lehrerkollegium überzeugt. Auch Anton Glaser von der Realschule Geisenfeld spricht dem Ausbildungskompass ein Kompliment aus: „Das Werk ist sehr umfassend, ansprechend und modern gelayoutet. Eine wahre Fundgrube für die Schüler der 8. und 9. Klassen“, so der Schulleiter. In der Elternbeiratssitzung habe man es sehr begrüßt, dass auf den Ausbildungskompass im Unterricht näher eingegangen wird.

Landrat Martin Wolf hebt neben der herausragenden Orientierungshilfe für junge Menschen auch den Mehrwert für Unternehmen hervor: „Der Ausbildungskompass dient den Betrieben als ein gutes Werkzeug, um dem Azubi- und Fachkräftemangel entgegenzuwirken“, so der Landrat. „Gute und zuverlässige Arbeitskräfte werden in der heutigen Zeit am Meisten benötigt“, resümiert der Landkreis-Chef. Aussagen wie „man müsse studieren, um etwas im Leben zu erreichen“ seien nicht mehr zeitgemäß und fern der Realität.

Der Ausbildungskompass für das Lehrjahr 2019 wurde erstmals vom KUS Landkreis Pfaffenhofen in Zusammenarbeit mit der Kreishandwerkerschaft, der IHK und der Agentur für Arbeit herausgegeben. „Die 168-Seiten umfassende Publikation ist ein wichtiger Schritt, um die duale Ausbildung und das duale Studium in unserer Heimat zu stärken“, betont KUS-Vorstand Johannes Hofner. „Die Resonanz der Betriebe im Landkreis für eine Erstauflage war “sehr gut“, so Hofner.

Er und seine Mitarbeiterin Nadja Freigang, die das Projekt federführend betreut hat, freuen sich auf die zweite Runde für das Ausbildungsjahr 2020 und sind gespannt „welche Wellen“ sie schlägt. “Der Aufwand für ein Unternehmen sich zu beteiligen ist sehr gering. Da die Verteilung gezielt erfolgt und potentielle Azubis direkt erreicht, lohnt es sich gleich doppelt“, erklärt Freigang.

Der Ausbildungskompass wird primär über die Schulen verteilt. Weitere Auslagestellen sind neben dem KUS und dem Landratsamt die 19 Landkreisgemeinden, die mitwirkenden Institutionen IHK, HWK und Agentur für Arbeit. Auch online unter www.ausbildungskompass.kus-pfaffenhofen.de steht die Publikation zur Verfügung.

Über Gebhard Gessler

Politisch und weltanschaulich eher undogmatisch. Der Fels in der Brandung und „eierlegende Wollmilchsau“ der Redaktion. Als CvD 24 Stunden vor dem Schirm, haut jedem auf die Finger, bearbeitet i.d.R. alle Pressemeldungen und verantwortet die Grafiken aus der Generation Praktikum.

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