Screenshot "Talk im Hanger 7"

Antidemokratische Demokraten erkennen

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Eine Recherche des Netzwerks „Correctiv“ über ein „geheimes“ Treffen von „Rechtsextremen“ in Potsdam brachte einiges an Gratismut in Bewegung, viele Bürger auf die Straße, aber auch einige dazu darüber nachzudenken, wie schnell man Interpretationen mit Fakten verwechseln kann.

Das „Correctiv“ die dazu veröffentlichten Texte seit einigen Tagen flugs umschrieb, einiges darin löschte und nun aus vermutlich juristischen Gründen zurückrudert, soll hier nicht Gegenstand der Betrachtung sein.

Mein Augenmerk richtet sich vielmehr auf eine Talksendung, in der man vorgeführt bekam, wie man Transparenz in ein Thema bekommen kann, wenn man bei der Auswahl der Gesprächsgäste ein relativ ausgewogenes Führ und Wider berücksichtigt.

Dann könnte etwas geschehen, wie in dieser unten verlinkten Talksendung zu beobachten, dass ein Talk zwar mit einem wuchtig vorgetragenem Empörungspotenzial, auf ein Thema das man nur von Interpretationen her kennt, beginnt, am Ende jedoch damit endet, dass man schlauer, informierter und reflektierender aus der Sendung rauskommt.

Zuerst wurden antidemokratische Vorwürfe erhoben („das stand doch überall“) diese wurden dann im Laufe der Sendung als nichtzutreffend erkannt, um schlussendlich wegen der schwammigen Semantik des „gegen rechts“ zu einer besorgniserregenden Erkenntnis zu gelangen:

Die Demokraten, die sich durch die „Correctiv“ Recherche aufgerufen fühlten gegen antidemokratische Bestrebungen von rechts zu Felde zu ziehen, wollen Demokratie mit antidemokratischen Mitteln verteidigen.

 Hier der Link zur Sendung „Rechte Welle, linke Panik: Kampfzone Demokratie?

Über Bernd Schuhböck

Nicht nach heutigen, jedoch nach den Maßstäben der Ära Willy Brandt politisch eher linksliberal. Wer ihn missverstehen möchte, nennt ihn einen Sozialromantiker. Wer ihn kennt, wertkonservativ und mit zu viel Ethos für einen Bayer. Der Mann für´s kommunale, soziale oder sonstwie politische. Oder für Themen, für die sich keiner fand, der sie aufgreifen wollte.

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Er hat aber auch ein Pech, der Toni

Wegen Ursula wird’s jetzt auch nichts mit dem Posten eines EU-Kommissars.