Schon gemerkt? Medial sind wir bereits der 51. Staat der USA

Über die Fülle an „Nachrichten“ mit der wir täglich zu den USA in „Spiegel“ und Co. überschwemmt werden.

Viele deutsche Medien und vor allem der SPIEGEL lesen sich heutzutage wie die Deutschlandausgabe einer US-Zeitung“ konstatiert Jens Berger auf den “NachDenkSeiten” die zunehmende Flut an täglichen Nachrichten zum Thema USA. Darunter auch solche, „die beim besten Willen keinen Nachrichtenwert haben“.

Wie sollen wir europäischer werden, wenn wir die Welt mit den Augen Amerikas sehen und mehr über das Leben in Miami als über das Leben in Prag wissen“ fragt Berger in den „NachDenkSeiten“.

Was in der USA-Berichterstattung mit „unseren täglichen Trump gib uns heute“ und einem Bericht über die Kosten von Trumps Frisur beginnt, wird mit leichter Unterhaltung und einem „Bericht“ abgerundet, in dem ein US-Schauspieler sein Familienleben schildert und kundtut, wie er das „in der Pandemie“ organisiert.

Wäre es für die Leserschaft da nicht naheliegender, einen Bericht zu lesen, wie eine alleinerziehende Kassiererin ihr Familienleben „in der Pandemie“ in Deutschland organisiert?

Oder um „diese US-Fixierung“ ganz generell zu hinterfragen:  „Wie sollen wir europäischer werden, wenn wir die Welt mit den Augen Amerikas sehen und mehr über das Leben in Miami als über das Leben in Prag wissen“?

Sollen wir uns alle wie kleine Amerikaner fühlen damit eine mögliche Abnabelung umso schwerer fällt? Zugegeben, diese Frage ist auf den ersten Blick ziemlich provokant.

Vorschlag: Riskieren sie einen zweiten Blick in dem sie den ganzen Artikel lesen!

Über Bernd Schuhböck

Nach den Maßstäben der Ära Willy Brandts politisch eher linksliberal. Wer ihn missverstehen möchte, nennt ihn einen Sozialromantiker. Wer ihn kennt, wertkonservativ und mit zu viel Ethos für einen Bayer. Der Mann für´s kommunale, soziale oder sonstwie politische. Oder für Themen, für die sich keiner fand, der sie aufgreifen wollte.

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