Dr. Baraki (Lehrbeauftragter für Internationale Politik an der Universität Marburg) bei einem seiner -heimlichen- Besuche in Afghanistan.(Bild: Privat)

Vortrag über Afghanistan – Eine Bilanz nach 16 Jahren Besatzung.

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Politikwissenschaftler Dr. Matin BARAKI (Uni Marburg) spricht in Pfaffenhofen u. A. über „Abzug der Bundeswehr statt Abschiebungen“?

Der in Kabul geborene Politikwissenschaftler Dr. Baraki, er besucht regelmäßig seine Heimat und organisiert dort auch humanitäre Hilfe, spricht in Pfaffenhofen auf Einladung von Bernd Duschners Verein „Freundschaft mit Valjevo e.V.“.

Der Verein “für Frieden, Freundschaft und Völkerverständigung” lädt dazu am Samstag, den 18. November um 19:30 Uhr in den Hofbergsaal Pfaffenhofen ein.

Dabei möchten Referent und Verein der Frage nachgehen, was von den Zielen des von der Bundesregierung benannten “Fortschrittsbericht Afghanistan” zur Herstellung von Sicherheit, Stärkung demokratischer Strukturen, Förderung von Wirtschaftswachstum und Rechtsstaatlichkeit, von Menschen- und speziell Frauenrechten tatsächlich erreicht wurde.

Wie sehen die Lebensbedingungen, wie die Versorgung der Bevölkerung und die Situation am Arbeitsmarkt, bei der Wohnungsversorgung, im Bildungs-und Gesundheitswesen wirklich aus?

Wegen der instabilen Lage am Hindukusch gab die NATO vor wenigen Tagen bekannt, ihre Truppen in Afghanistan um 3.000 Mann auf 16.000 Soldaten aufzustocken.

Wie passt das zur Begründung der Bundesregierung, die Abschiebungen abgelehnter Asylbewerber nach Afghanistan wieder aufzunehmen, „da große Teile des Landes sicher“ seien?

Können mehr ausländische Soldaten, Panzer und “Luftschläge” den Frieden bringen oder ist es nicht höchste Zeit für den Abzug der Bundeswehr?

Dr. Baraki vertritt die Auffassung, ohne ausländische Einmischung könnten die Afghanen ihre Probleme einvernehmlich lösen. Nur nach dem Ende der Besatzung sei auch eine wirtschaftliche Entwirklung, die sich an den Interessen der afghanischen Bevölkerung orientiert, möglich.

Über all das will man mit Interessierten am 18. November im Hofbergsaal diskutieren.
Der Eintritt ist frei. (Spenden sind jedoch erlaubt)

Bürgersicht wird über die Veranstaltung in einem Video berichten.

Über Bernd Schuhböck

Nach den Maßstäben der Ära Willy Brandts politisch eher linksliberal. Wer ihn missverstehen möchte, nennt ihn einen Sozialromantiker. Wer ihn kennt, wertkonservativ und mit zu viel Ethos für einen Bayer. Der Mann für´s kommunale, soziale oder sonstwie politische. Oder für Themen, für die sich keiner fand, der sie aufgreifen wollte.

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