4 Jahre kraftvolles Nichtstun verhindert REWE-Expansion

Beim REWE-Umzug drehte sich der Stadtrat nur im Kreis

Mai 2009: REWE darf umziehen! Februar 2013: REWE darf nicht umziehen. Zwischen diesen 4 Jahren erweckten Bürgermeister und Stadtrat den stillen Eindruck kraftvollen Nachdenkens. Um am Ende, auf der Stadtratssitzung vom 21. Februar 2013, den REWE-Umzug endgültig zu beerdigen.

REWE soll weder wie ursprünglich genehmigt in den Norden, noch in den Süden verlagern dürfen. (Die Südvariante kam kurzfristig nach der im Herbst 2012 vom Stadtrat abgelehnten Nordvariante ins Spiel)

Warum man im Rathaus 4 Jahre brauchte, eine von Anfang an offensichtlich gebotene „Ertüchtigung“ des in städtischer Verfügung befindlichen Gebäudes ins Auge zu fassen, darüber kann man derzeit nur Spekulieren.

  • Wollte REWE-Projektentwickler IBS zusätzliche Erschließungsbereiche nicht „stadtgerecht“ übernehmen?
  • Oder hofft man auf die EDEKA, die in Erwartung längerfristiger Perspektiven den Stadtoberen mehrere betriebswirtschaftliche Varianten zur eigenen Standortsicherung aufzeigte

(Wobei man sich auch Aufklärung über die städtischen Besitz- und Nutzungsverhältnisse des derzeit genutzten REWE-Standortes wünschen würde: Was davon ist Stiftungsbesitz, was ist der Stiftungszweck und wer sind die Nutznießer? Fließen monatliche Mietzahlungen an die Stadt, oder wurden zukünftige Mieteinnahmen hochgerechnet, mit Krediten abgesichert und bereits ausgegeben? Was passierte, wen diese monatlichen Mietzahlungen -mangels zahlendem Mieter- ausblieben?)

Jedenfalls ist es arrogant, unsensibel und mitteleuropäischem Gepflogenheiten abträglich, wenn Staudter als kleiner Provinzbürgermeister mit Berufsschullehrerbackground einem Konzern mit 48 Mrd. Euro Umsatz über die Heimatzeitung wissen lässt:„Wir werden bei den Gesprächen in den nächsten Wochen ja sehen, ob sich Rewe nicht doch mit der neuen Situation arrangieren kann.“

Hier läuft schief was schief laufen kann. Dort wo man(n) hinter den Kulissen Kompromisse aushandeln sollte, dort plaudert er -völlig unüblich- Dinge aus nicht öffentlicher Stadtratssitzung in der Zeitung aus. Erklärt das „Nein“ für den REWE-Umzug mit dem Schutz für den bestehenden EDEKA-Innenstadtmarkt und dem Erhalt des „Lebens im Stadtkern. (Genau diese Argumente, spielten 4 Jahre lang keine Rolle)

Wenn die Sache am Ende schief geht -REWE schließt den Standort- müssen die Geisenfelder Verbraucher es ausbaden. Wenn´s gut geht, oh Gott, würde uns fortan ein Bürgermeister die Gesetze des Marktes erklären. Jeden Monat, von einer Bühne am Stadtplatz herab. Alle 4 Jahre erneut das Gegenteil!

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