Deutlich und schonungslos – Eugen Drewermann im Interview mit Ken Jebsen

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Drewermann eröffnet dem Zuhörer Räume, die dieser zuvor gar nicht kannte“ (Jebsen)

An Ostern, im Christentum als Fest der Auferstehung gefeiert, könnte man -losgelöst vom jeweiligen Glauben- auch das Lebendigwerden so manch „verschütt“ gegangener Gedanken, Gefühle und Empfindungen zulassen. Ein Comeback des sich Besinnens auf sich selbst. Das ICH hinter dem Drill, dem ungemein Funktionalen und der Empathie abgewandten Versachlichung. Die entschleunigende Zeit der Feiertage nutzen, und sich durch Zuhören der wirklichen Wirklichkeit nähern. (108 Min. VIDEO)

Ich erspare mir an dieser Stelle den 1940 geborenen Friedens Aktivisten, kirchenkritischen katholischen Theologen, suspendierten Priester, Psychoanalytiker und Schriftsteller Eugen Drewermann vorzustellen. (Dieser Link kann Wissenslücken schließen)

Bevor sie auf den nachfolgend Link klicken -er führt zum 1 Stunde 48 Minuten Video- versuchen sie mit Drewermanns Antwort auf folgende Frage des Interviewers zurecht zu kommen:

Jebsen:
Der Mensch kommt mit einem Überangebot an Möglichkeiten auf die Welt bis man ihn drillt, begradigt und in ein System hineinpresst. Aus dem er sich aber herausbefreien kann. Was raten sie jungen Leuten, wie können sie diese Möglichkeiten nutzen, wie können sie diese Möglichkeiten-die nur verschüttet sind- wieder freilassen?

Drewermann:
Ich würde ihnen sagen, Gefühle sind wichtig. Wenn man euch beibringt Gefühle zu trennen von rationalen Gedanken -Gedanken die man zweckorientiert ausbeuten kann- spaltet man euch, und das ist gefährlich“. Es nimmt einem die Möglichkeit „als ganzer Mensch auf die Wirklichkeit zu reagieren“.

Wollen sie in diese Welt der Individualität eintauchen.
Ja?

Dann lehnen sie sich zurück, nutzen die Möglichkeiten ihres internetfähigen Fernsehers und lauschen sie einem Denker „ der bis ins letzte Detail weiß, was Sache ist“, so Ken Jebsen in seinem Vorwort zum Interview. „Ob NATO-Übung oder Geldsystem, Neoliberalismus oder Propagandatechniken der Massenmedien, Eugen Drewermann ist ein wandelndes Archiv. Ein Beobachter und Analyst“.

Bürgersicht wünscht erkenntnisreiche Ostern.
Hier geht’s zum VIDEO

Über Bernd Schuhböck

Nach den Maßstäben der Ära Willy Brandts politisch eher linksliberal. Wer ihn missverstehen möchte, nennt ihn einen Sozialromantiker. Wer ihn kennt, wertkonservativ und mit zu viel Ethos für einen Bayer. Der Mann für´s kommunale, soziale oder sonstwie politische. Oder für Themen, für die sich keiner fand, der sie aufgreifen wollte.

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