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Geisenfeld – Lehrerschwemme bei Stadtratssitzung vom 7. Juli 2016

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Eine Ampel am Stadtplatz, ein Zuschuss für den 24-Stunden-Lauf und eine kontroverse Diskussion um die angemessene Ausstattung der Irlanda-Riedl-Grund- und Mittelschule in Geisenfeld. Das waren die Highlights im Geisenfelder Stadtrat in der Sitzung vom 7.7. 2016.

Wie aus dem Stadtrat zu erfahren war, wird es sie nun geben, die stationäre Fußgängerampel am Stadtplatz. Vorausgegangen war eine mehrwöchige Testphase, in deren Verlauf die Straßenüberquerung zwischen Geisenfelder Hof und Pfarrheim mittels drücken der Ampelschaltung durch Fußgänger gemessen wurde.

Die dabei ermittelte, von einigen Räten jedoch stark angezweifelte Frequenz von Durchschnittlich 75 Querungen täglich, führte nun zu einem 13:9 Beschluss für die feste Installation einer Ampelanlage.

Wobei man im Lager der Ampelgegner nun gespannt auf die Bauausführung an dieser hochfrequentierten Straße blicken wird. Stelle doch die an dieser Stelle bereits bestehende Verengung durch eine zusätzliche Einengung mit einer Ampel die Planer vor interessante Herausforderungen.

Bevor man gegen Ende zu den die Stadtratssitzung abschließenden „Bekanntgaben“ und „Anfragen“ kam, bewilligte man für den heuer am 23./24. September in Geisenfeld stattfinden „24-Stunden-Lauf“ einen Zuschuss von 1000,- Euro. Im nachfolgenden Video kann man sich auf diesen, den „September in der Hallertau“ beschließenden sportlichen Höhepunkt in Geisenfeld schon etwas einstimmen. (oder sich HIER zum Lauf anmelden)

Wunderten sich zu Beginn der Sitzung noch viele Räte über die zahlreich im Publikum sitzenden Lehrer aus der Geisenfelder Grund-und Mittelschule, wurde ihnen die „Lehrerschwemme“ schlagartig klar, als man am Ende der Sitzung schulische Belange aufgriff.

Vereinfacht ausgedrückt ging es dabei um „Analoges Beharrungsvermögen“ oder „Digital-Offensive“. Alte Overheadprojektion noch etwas updaten (Dokumentenkamera) oder die Stoffvermittlung in den Klassenzimmern gleich komplett auf digitale Lernmittel und Inhalte umstellen. „Digital“ kostet viel, aufgemotztes „Analog“ viel weniger.

Achtung festhalten: Verkehrte Welt in Geisenfeld.

Die Räte würden die teure „digitale Ausstattung“ befürworten u-n-d auch bezahlen wollen, die Rektorin der Schule lehnte dies jedoch vehement und hoch emotional ab, und fordert -in Absprache mit ihren Lehrern- die demnächst dem Vergessen anheimfallende analoge Technik nur etwas anzupassen.

Die Debatte blieb an diesem Abend offen. Einer schnellen Entscheidung verweigerten sich die Räte, lehnten eine Abstimmung zum Thema ab und wollen es auf der letzten Stadtratssitzung vor der Sommerpause eingehender beraten.

 

Über Bernd Schuhböck

Nach den Maßstäben der Ära Willy Brandts politisch eher linksliberal. Wer ihn missverstehen möchte, nennt ihn einen Sozialromantiker. Wer ihn kennt, wertkonservativ und mit zu viel Ethos für einen Bayer. Der Mann für´s kommunale, soziale oder sonstwie politische. Oder für Themen, für die sich keiner fand, der sie aufgreifen wollte.

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