Jetzt 100 Akzeptanzstellen für die Ehrenamtskarte im Landkreis Pfaffenhofen

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Wobei diese Stellen in Geisenfeld und Vohburg noch unverhältnismäßig gering ausfallen

Bürgerschaftliches Engagement kann nicht genug geschätzt werden. Ein Weg dies zu tun, ist die Anerkennung der ehrenamtlich erbrachten Leistung in Form von Vergünstigungen auszudrücken. Etwa wie das Pfaffenhofener Brauhaus Urbanus. Die neueste unter den jetzt 100 Akzeptanzstellen.

Wie eine kleine „Bürgersicht“-Recherche ergab, sind die Akzeptanzstellen bei Gewerbe, Handwerk, Dienstleistern oder Handel in den Gemeinden und Städten des Landkreises jedoch sehr unterschiedlich verteilt.

So ist es einigermaßen verwunderlich, dass die „sozial“ aufgestellten Bürgermeister von Geisenfeld, Christian Staudter (Unabhängige Soziale Bürger) und Martin Schmid (SPD) in Vohburg so wenig Überzeugungskraft haben sollten, um nicht mehr ihrer Gewerbetreibenden für diese „Großartige Geste“ gewinnen zu können.

Hier eine (unvollständige) Auswertung:

  • Vohburg2 Akzeptanzstellen
  • Geisenfeld3 Akzeptanzstellen
  • Rohrbach5 Akzeptanzstellen
  • Manching 8 Akzeptanzstellen
  • Wolnzach12 Akzeptanzstellen
  • Pfaffenhofen40 Akzeptanzstellen

Interessierte Unternehmen können sich jederzeit an das Koordinierungszentrum Bürgerschaftliches Engagement (KOBE) am Landratsamt Pfaffenhofen wenden. (Ingrid Wohlsperger, Tel. 08441 27-206 / ingrid.wohlsperger@landratsamt-paf.de oder Uschi Schlosser, Leiterin der KOBE, Tel. 08441 27-395 /ursula.schlosser@landratsamt-paf.de)

Für die Ehrenamtskarte des Landkreises Pfaffenhofen gibt es jetzt bereits 100 Akzeptanzstellen.

Landrat Martin Wolf konnte kürzlich das Brauhaus Pfaffenhofen Urban GmbH & Co.KG im Kreis der Betriebe begrüßen, die ehrenamtlich engagierten Menschen verschiedene Vergünstigungen in der Form von Nachlässen, Zugaben oder sonstigen Aktionen gewähren.

Der Landkreischef bezeichnete es als „großartige Geste“, dass so viele Unternehmen den Menschen, die der Gesellschaft Gutes tun eine Anerkennung in dieser Form zukommen lassen. Die Teilnehmer an der „großen Gemeinschaftsaktion“ zeigen damit, dass sie bereit sind, ihren Teil dazu beizutragen, dass „unser Zusammenleben noch sozialer und menschlicher wird”.

Der Landrat ist begeistert, dass die vom Landkreis Pfaffenhofen im Jahr 2012 ins Leben gerufene Ehrenamtskarte eine „so dynamische Entwicklung genommen hat“.

Mittlerweile gibt es im Landkreis Pfaffenhofen rund 2500 Karteninhaber, die in Vereinen und Verbänden engagiert sind.

Die Ehrenamtskarte kann jeder engagierte Bürger erhalten, der mindestens fünf Stunden wöchentlich für die Allgemeinheit engagiert ist. Dies gilt beispielsweise für Vereinsfunktionäre ebenso wie für Feuerwehrleute, Helferinnen und Helfer in Nachbarschaftshilfe oder auch in sozialen Institutionen.

Wichtig ist, dass die Tätigkeit freiwillig und ehrenamtlich ist und dafür keine Aufwandsentschädigung gezahlt wird.

Die Akzeptanzstellen werden auf der Internetseite www.landkreis-pfaffenhofen.de laufend ergänzt, so Ingrid Wohlsperger, Mitarbeiterin im Landratsamt Pfaffenhofen in Sachen Ehrenamtskarte. Außerdem haben die Akzeptanzstellen einen entsprechenden Aufkleber an ihren Geschäften angebracht.

Die Karteninhaber können auch alle Angebote in anderen teilnehmenden Landkreisen wahrnehmen sowie viele Angebote von verschiedenen Freizeitparks, der Staatlichen Schifffahrt, dem Bayerischen Schlössern und den Museen und Sammlungen des Freistaats Bayern. Der Landkreis Pfaffenhofen ist nämlich an das bayerische Ehrenamtskartensystem angeschlossen, dass sich mittlerweile zu einem großen Netzwerk ausgeweitet hat.

Die blaue Ehrenamtskarte gilt für drei Jahre, die goldene Ehrenamtskarte ist unbegrenzt gültig. Letztere bekommen Ehrenamtliche, die mindestens 25 Jahre ehrenamtlich tätig waren (an mindestens 5 Stunden in der Woche) oder Feuerwehrdienstleistende und Einsatzkräfte im Katastrophenschutz und Rettungsdienst, die das Feuerwehrehrenzeichen für 25-jährige oder 40-jährige Dienstzeit erhalten haben.

Weitere Informationen erhalten Sie auf der Homepage des Landkreises unter https://www.landkreis-pfaffenhofen.de/LEBEN/EhrenamtundVereine/BayerEhrenamtskarte.aspx

Über Bernd Schuhböck

Nach den Maßstäben der Ära Willy Brandts politisch eher linksliberal. Wer ihn missverstehen möchte, nennt ihn einen Sozialromantiker. Wer ihn kennt, wertkonservativ und mit zu viel Ethos für einen Bayer. Der Mann für´s kommunale, soziale oder sonstwie politische. Oder für Themen, für die sich keiner fand, der sie aufgreifen wollte.

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