Lichtblick im Shutdown – Staubsaugen soll glücklich machen

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Eine Umfrage entdeckt das Glückspotential einer sauberen Wohnung

Yep, das weht es wieder durch Land und Nachrichten, dieses bedeutungsschwanger daherkommende Schwammwort „Lockdown“. Gerne auch statt dem Wort „Shutdown“ verwendet.  Steht ersteres für „Zustand der Isolation, Eindämmung oder des eingeschränkten Zugangs, der normalerweise als Sicherheitsmaßnahme eingeführt wird“, (Oxford English Dictionary) wird „Shutdown“ -außerhalb der USA- mit „Schließung einer Fabrik, eines Geschäftes oder anderen Unternehmen, entweder für kurze Zeit oder für immer“ übersetzt. (Collins Dictionary)

Für Deutschland gesehen müssten beide Begriffe deshalb zu einem einzigen verschmelzen. Jede der Regierungsmaßnahmen waren Teile aus beidem. So bei den Corona-Maßnahmen im Frühjahr als auch jetzt bei den ab Mittwoch 16. Dezember geltenden.

Doch lassen wir das mit den semantischen Feinheiten und betrachten lieber eine, vermutlich für viele unbekannt positive Auswirkungen dieses „teilweisen Shutdowns“.

Und die hat etwas mit dem Umstand zu tun, dass wir -ob aus Kontaktbeschränkungsgründen oder weil euer Geschäft nun zusperren muss- in den nächsten Wochen sehr, sehr viel Zeit in euren eigenen Vier Wänden verbringen werdet. Das wird euch glücklich machen!

Glaubt ihr nicht? Hier die Lösung: Hausarbeit!

Greift zum Staubsauger, feudelt eure Wohnung oder füllt eure Waschmaschine mit allem was an dreckiger Wäsche so rumliegt. Ihr werdet euch danach glücklich fühlen.

Und nicht nur das. Bereits auf dem Weg zur Waschmaschine, während ihr feudelt und Staubsaugt werdet ihr merken wie es in euch aufsteigt, dieses Glücksgefühl.

Ja doch, ich kann jeden Leser verstehen der sich jetzt an den Kopf fasst und an meinem Geisteszustand zweifelt. Wirklich, ich verstehe das. Doch ich hab mir das nicht ausgedacht.

Ein sauberes Zuhause sorgt für Wohlbefinden. Laut einer im April 2020 durchgeführten Statista-Umfrage im Auftrag des IKW [Industrieverband Körperpflege- und Waschmittel e. V.] halten 96 Prozent der Befragten ein sauberes Zuhause für sehr wichtig“.

Ein Ergebnis stach besonders hervor.“ Putzen macht glücklich! Es ist hauptsächlich das schöne Ergebnis, das glücklich macht. Allerdings hat auch der Weg dorthin Glückspotential: 21 Prozent der Befragten macht diese Aktivität zufrieden oder gar glücklich“.

Seht ihr, so ein „teilweiser Shutdown“ kann auch schöne Seiten hervorbringen.

Danke MP Söder, danke Mutti!

Über Bernd Schuhböck

Nicht nach heutigen, jedoch nach den Maßstäben der Ära Willy Brandt politisch eher linksliberal. Wer ihn missverstehen möchte, nennt ihn einen Sozialromantiker. Wer ihn kennt, wertkonservativ und mit zu viel Ethos für einen Bayer. Der Mann für´s kommunale, soziale oder sonstwie politische. Oder für Themen, für die sich keiner fand, der sie aufgreifen wollte.

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