Notarzt in Geisenfeld und Pfaffenhofen nahezu lückenlos einsatzbereit

Obwohl die Notarzteinsätze mit 4 Hilferufen je Tag deutlich zugenommen haben, sieht der Pfaffenhofener Verein „Leben retten“ die Notfallrettung gesichert. Finanziell bekomme man aber Problemen und bitte deshalb um Spenden.

Dank der Unterstützung des Vereins “Leben retten“ in Pfaffenhofen konnte im abgelaufenen Jahr wieder an den Standorten Geisenfeld und Pfaffenhofen nahezu lückenlos rund um die Uhr je ein Notarzt einsatzbereit sein, berichtete Leitender Notarzt Olaf Ruchnewitz bei der diesjährigen Jahres- Mitgliederversammlung des Vereins „Leben retten“.
Im Gegensatz zur häufig geäußerten Meinung sind die Notärzte nicht fest angestellt, sondern leisten diesen Dienst freiwillig neben ihrem ohnehin anstrengenden Beruf in Kliniken und Arztpraxen.

Jeweils für den Standort Pfaffenhofen und Geisenfeld versucht je ein leitender Notarzt jeden Monat die Dienste zu besetzten. Da im Landkreis Pfaffenhofen nicht genügend Mediziner mit Notarztberechtigung zur Verfügung stehen, werden zusätzlich Ärzte vor allem aus den Großstadtkliniken angeworben. „Die kommen vor allem zu uns in den Landkreis weil wir mit Hilfe des Vereins „Leben retten“ eine Mindestvergütung pro Schicht garantieren können“, erläuterte Olaf Ruchnewitz.
Weiter stünden drei ortsansässige Mediziner als „Zweitnotärzte“ in Rufbereitschaft.

Insgesamt haben in den letzten Jahren Notarzteinsätze von 3 auf 4 Hilferufe je Tag deutlich zugenommen. Fast immer kommt es bei schweren Unfällen oder akuten Erkrankungen auf jede Minute an, schilderte Dr. Christian Leitner aus seiner Praxis als Notarzt. „Da hat sich das Pfaffenhofener System, dass die Notärzte in den Rettungswachen in Bereitschaft sind, sehr bewährt“.

Laut Schatzmeister Michael Hoyer standen im Jahre 2014 Ausgaben von 153.619 € Einnahmen von lediglich 143.161 € gegenüber.
Das Defizit von 9458 € konnte letztmals aus den Spendenrücklagen vergangener Jahre abgedeckt werden.

Der Verein ist dringend auf Spenden von Privatpersonen und Institutionen angewiesen. Die Unterstützung durch den Landkreis und die Gemeinden sei hervorragend“, meinte Vorsitzender Altlandrat Rudi Engelhard. Trotzdem brauche der Verein rund 30.000 € zusätzlich um seine Ausgaben abdecken zu können. So zahlt der Verein die zusätzliche Ausstattung des Notarzt- und Rettungsdienstes, eine pauschale Haftpflichtversicherung, übernimmt Kursgebühren für den Erwerb der Notarztberechtigung und zahlt eine Pauschale für die Übernahme des Notarztdienstes durch Klinikärzte während ihrer Dienstzeit.

Um die notwendigen Gelder zusammen zu kommen, wird der Verein verstärkt die Werbetrommel rühren. So soll in den Arztpraxen ein Flyer aufgelegt werden, auch ein Bücherflohmarkt anlässlich der Josefidult in Pfaffenhofen ist geplant. „Wir sind auf jeden Euro angewiesen“, so Rudi Engelhard. Es werde heute für vieles gesammelt, aber gibt es etwas Wichtigeres als dafür zu sorgen, dass Menschen in akuter Lebensgefahr rasch und fachkundig geholfen wird. Jeder Cent kommt diesen Zweck zu Gute, denn der Verein arbeitet mit Null-Prozent Verwaltungskosten. Alle Beteiligten zahlen ihre Aufwendungen aus eigener Tasche.

Spendenkonto bei der Sparkasse Pfaffenhofen: IBAN: DE13721516500000086868.

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