Rettungsdienstliche Versorgungssituation im Landkreis Pfaffenhofen

Die 12 Minuten Hilfsfrist wird im Landkreis eingehalten

Beim Rettungswesen gibt es für die gesamte Region Ingolstadt ein abgestimmtes Konzept, das die Belange des Landkreises Pfaffenhofen bestmöglich berücksichtigt. Darauf hat das Landratsamt in einer Pressemitteilung hingewiesen.

Dieses Konzept wurde im Zweckverband im September 2013 beschlossen und beinhaltet auch einen Probezeitraum bis einschließlich 2014. Danach soll überprüft werden, wo noch Handlungsbedarf besteht. Aufgrund von Fachgutachten sei in den letzten Jahren die rettungsdienstliche Versorgungssituation in der Region und somit auch im Landkreis Pfaffenhofen laufend verbessert worden.

Nach dem sogenannten „TRUST“-Gutachten des Instituts für Notfallmedizin der Ludwig-Maximilian-Universität München (INM) ist die Unterhaltung von drei Rettungswägen im Landkreis Pfaffenhofen nach derzeitiger Einschätzung ausreichend.

Ein weiterer Rettungswagen werde von den Experten nicht empfohlen und daher von den Krankenkassen auch nicht bezahlt. Nach den Bestimmungen des Bayerischen Rettungsdienstgesetzes sei entscheidend, dass ab dem Ausrücken der Fahrzeuge diese in über 80 % der Fälle innerhalb von 12 Minuten (Hilfsfrist) am Einsatzort sind.

Im Landkreis Pfaffenhofen wird in 88,6 % der Einsätze die 12 Minuten Hilfsfrist eingehalten. Dies hat der Gutachter bei seinen Berechnungen zugrunde gelegt.

Ferner habe man durch Nachverhandlungen erreicht, dass die sog. Vorhaltezeiten der Krankentransportwägen allein im Landkreis Pfaffenhofen um 21 Wochenstunden (von 107 auf 128) erhöht werden, so Landrat Martin Wolf.

Durch diese Erhöhung der Krankentransportvorhaltung werden die Notfallrettungsmittel nicht mehr im bisherigen Maß im Krankentransport eingesetzt. „Wir werden im Rahmen dieses optimierten Einsatzkonzepts Erfahrungen bis Ende 2014 sammeln und dann notwendige Anpassungen vornehmen“, so Landrat Martin Wolf.

Wie der Landrat weiter betonte, sei vor allem die Einsatzfähigkeit im Norden des Landkreises Pfaffenhofen bereits vor einigen Jahren durch die Errichtung der Rettungswache Reichertshofen deutlich gestärkt worden. Diese leiste zusammen mit der Rettungswache Geisenfeld einen wichtigen Beitrag für die Qualität der Rettungseinsätze im Landkreis im gesamten nördlichen Landkreis.

Durch die Einrichtung eines Rettungswagens im Ingolstädter Süden sollen sowohl Geisenfeld wie Reichertshofen entlastet und besser für Unterstützung von Pfaffenhofen zur Verfügung stehen. Hier besteht eher die Sorge, dass die Pfaffenhofener Standorte durch Unterauslastung gefährdet werden könnten. Insgesamt gibt es in der gesamten Region 13,5 Rettungswägen (teilweise betragen die Einsatzzeiten nur 12 Stunden), davon drei im Landkreis Pfaffenhofen, drei im Landkreis Neuburg-Schrobenhausen, 3,5 im Landkreis Eichstätt und vier in Ingolstadt.

Der Landkreis Pfaffenhofen sei also mit Rettungswägen innerhalb der Region, gerade auch durch die Unterstützung aus Ingolstadt, angemessen ausgestattet.

Zudem gilt es zu beachten, dass es Aufgabe der Integrierten Leitstelle ist, durch die Disposition, auch von Fahrzeugen außerhalb, bzw. am Rande der Region, für eine optimale Versorgung der Landkreisbevölkerung zu sorgen. Das Konzept für den Landkreis Pfaffenhofen wurde in Zusammenarbeit mit dem Kreisverband des BRK, der die drei Landkreis-Rettungswägen betreibt, abgestimmt.

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