Asylbewerber in die Manchinger Max-Immelmann-Kaserne ?

Pfaffenhofens Landrat nimmt Stellung zu den Überlegungen

Derzeit sind im Landkreis Pfaffenhofen rund 370 Personen in 33 Wohnungen untergebracht. Nach einer Prognose der Regierung von Oberbayern sollen es bis zum Jahresende 2014 rund 550 Menschen sein. Das Landratsamt Pfaffenhofen ist mit der bisherigen Strategie gut gefahren. Diese ist darauf ausgerichtet, die hier ankommenden Menschen dezentral in kleineren Wohneinheiten unterzubringen.

Dies war bisher Dank der großen Solidarität der Bevölkerung und der Bürgermeister sowie Stadt–, Marktgemeinde– und Gemeinderäte einvernehmlich möglich. Die Mitarbeiter des Ausländeramts und des Sozialamts haben bisher bei allen Zuweisungen von neu ankommenden Asylbewerbern und Flüchtlingen eine Unterkunft gefunden. Neben den beauftragten Beschäftigten des Landratsamts und der Kommunen kümmern sich sowohl die Caritas als auch sehr engagierte ehrenamtliche Helferkreise um die Betreuung der hier ankommenden Menschen mit großem und lobenswerten Engagement.

Wenn der Zustrom von Asylbewerbern und Flüchtlingen so weitergeht wie bisher – wovon auszugehen ist – werden der Landkreis und die Gemeinden mit diesem Weg jedoch an ihre Grenzen stoßen. Wir sind daher bereit, uns an Gesprächen zur Frage einer Unterbringung von Asylbewerbern und Flüchtlingen in der Max-Immelmann-Kaserne in Manching-Oberstimm zu beteiligen. Entscheidend dabei ist die Größenordnung der Belegung vor dem Hintergrund eines langfristigen Entwicklungskonzepts für die Kaserne. Es ist daher sorgfältig zu prüfen, welche Kasernenteile sich zuvorderst für die Unterbringung anbieten und welche anderweitig genutzt werden sollen.

Schließlich geht es auch um eine Abstimmung der betroffenen Landkreise, der betroffenen Gemeinden und der Stadt Ingolstadt. Vor diesem Hintergrund ist insbesondere die Frage zu prüfen, ob die Sammelunterkunft für Asylbewerber und Flüchtlinge in Neuburg tatsächlich aufgelöst werden soll.

Vor dem Hintergrund der immer größer werdenden Zuwanderungswelle und der Diskussion zur Nutzung der Max-Immelmann-Kaserne als Gemeinschaftsunterkunft muss die Schließung der Sammelunterkunft in Neuburg hinterfragt werden. Es kann nicht sein, dass Neuburg geschlossen wird und Manching–Oberstimm als neue zentrale Sammelunterkunft aufgebaut wird.

Zum Thema:

Ministerpräsident Seehofer fordert Verteidigungsministerin von der Leyen auf, leer stehende Kasernen zur Unterbringung von Flüchtlingen zur Verfügung zu stellen.

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