Asylbewerberunterkunft „Feilenmoos“ geht am 23. Februar in Betrieb

Das Landratsamt Pfaffenhofen wird einen Teil der Gebäude der ehemaligen Patriot–Stellung der Bundeswehr im Feilenmoos ab nächster Woche (23. Februar 2015) als Wohnmöglichkeit für Asylbewerber und Flüchtlinge nutzen.

Wie Landrat Martin Wolf mitteilte, stellt das Landratsamt die von der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BIMA) ohne Mietzinsberechnung überlassene Immobilie der Regierung von Oberbayern zunächst als sogenannte „dezentrale Unterkunft“ für bis zu 150 Personen zur Verfügung. Damit kann eine Unterbringung in Schulturnhallen des Landkreises zunächst vermieden werden.

Parallel dazu werde geprüft, ob und wie schnell die Regierung von Oberbayern die Liegenschaft als sogenannte „Gemeinschaftsunterkunft“ übernehmen und federführend betreuen kann. Die Belegung soll „Zug um Zug“ erfolgen, so der Landrat. Die Räumlichkeiten wurden in den vergangenen Wochen und Monaten vom Landratsamt so hergerichtet, dass die entsprechende Nutzung nunmehr möglich ist. Welche Nationalitäten dort untergebracht werden, ist noch nicht bekannt.

Landrat Martin Wolf: „Es besteht nach wie vor ein immenser Unterbringungsdruck von Seiten des Freistaats Bayern in Richtung Kommunen“. Daher stünden alle öffentlichen Liegenschaften – insbesondere auch frühere Kasernen- und Betriebsgebäude der Bundeswehr ganz oben auf der Liste der Belegung, so Martin Wolf. Neben der künftigen Verwendung der Gebäude der Patriot -Stellung sind bereits im „Pfaffenhofener Teil“ der Max-Immelmann-Kaserne in Manching rund 100 Asylbewerber und Flüchtlinge untergebracht, die dem Aufnahmekontingent des Landkreises angerechnet werden.

Unabhängig davon sucht das Landratsamt Pfaffenhofen nach wie vor weitere Unterbringungsmöglichkeiten für Asylbewerber. Wenn man die von der Regierung von Oberbayern zugrunde gelegte Prognose heranzieht, müssen im Landkreis Pfaffenhofen bis Ende des Jahres 2015 noch über 400 Plätze bereitgestellt werden. „Das ist eine große Herausforderung, die nur bewältigt werden kann, wenn alle Verantwortlichen sie als gesamtgesellschaftliche Gemeinschaftsaufgabe betrachten“, so der Landrat.

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