Zahl der Asylanträge im Landkreis zuletzt sprunghaft angestiegen

Die größten Personengruppen kommen dabei aus Syrien (145) und Afghanistan (104)

Ende 2014 waren 492 Asylbewerber und Flüchtlinge in über 45 dezentralen Unterkünften im Landkreis untergebracht, 14 lebten in privaten Unterkünften. Zusätzlich lebten 105 Personen in der Max-Immelmann-Kaserne, die als Erstaufnahmeeinrichtung betrieben wird.

Diese Zahlen gab das Landratsamt jetzt in einer Pressemitteilung bekannt. „Seit dem Jahr 2012 ist die Zahl der Asylanträge sprunghaft angestiegen. Die Landkreise und kreisfreien Städte sind verpflichtet, Wohnraum für Asylbewerber zu beschaffen und sie während der Unterbringung zu betreuen“, so Landrat Martin Wolf.

Die meisten der Asylsuchenden, die bis Jahresende im Landkreis untergebracht worden sind, (insgesamt 492 Personen), kommen aus Syrien (145) und Afghanistan (104). Bei insgesamt 113 Personen wurde das Asylverfahren im letzten Jahr mit einer Asylanerkennung, Gewährung von Flüchtlingsschutz oder anderen Schutzrechten abgeschlossen. Bei 32 Personen wurde der Asylantrag abgelehnt. Bei einigen ist derzeit noch Klage beim Verwaltungsgericht anhängig oder es müssen anderweitige Abschiebungshindernisse abgeklärt werden.

Für weitere 32 Personen erklärte das Bundesamt für Migration und Flüchtlingen (BAMF) den Asylantrag als unzulässig, weil ein anderes europäisches Ersteinreiseland dafür zuständig ist. Bei der Rücküberstellung dieser Personen im Rahmen des sogenannten „Dublinverfahrens“ gibt es fast immer große Widerstände durch die Betroffenen und ihr Umfeld, weil in anderen EU-Staaten oft menschenunwürdige Unterbringung befürchtet wird.

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